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Presse
28.12.2011, 15:44 Uhr | Übersicht | Drucken
Stadtwerke referierten bei der Mitgleiderversammlung des Ortsverbandes Berenbostel
Deutschland nach dem Atomausstieg – wohin geht die Energiereise


Nach dem überraschend angekündigten Atomausstieg der schwarz-gelben Bundesregierung sind bei den Bürgern noch viele Fragen offen geblieben: Ist die Energieversorgung weiterhin sicher, woher kommt in Zukunft der Strom, muss der Verbraucher mehr bezahlen und wenn ja wie viel?


Dies sind nur einige der kritischen Fragen und Anmerkungen, denen sich der Geschäftsführer der Stadtwerke Garbsen Siegbert Hahnefeld während der Mitglieder-versammlung des CDU-Ortsverbandes Berenbostel im Beisein von Ortsbürgermeister Werner Baesmann und dem Vorstand stellte.

Eingeleitet vom OV-Vorsitzenden Gunther Koch nutzte Herr Hahnefeld nicht nur die Möglichkeit, das Unternehmen Stadtwerke zu präsentieren, sondern er gab auch erfrischend offen Auskunft: Zum Beispiel zu der Frage, wie sich der Strompreis für den Endverbraucher zusammensetzt. Zum größten Teil aus Steuern und Abgaben für die Mehrwertsteuer, Stromsteuer und Erneuerbare-Energieumlage, lautete die für die Anwesenden etwas überraschende Antwort. Kosten, die der Einzelne und auch die Stadtwerke Garbsen nicht beeinflussen können. Weiter erläuterte Hahnefeld, dass die Stromerzeugung und der Stromtransport durch den verstärkten Wandel hin zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Ressourcen teurer werden wird. Zur Erklärung wies er darauf hin, dass durch den Bau von Offshore-Windparks in der Nordsee ein Neubau von Stromtrassen erforderlich ist, um den Strom von der Küste in die Ballungsgebiete zu transportieren. Die vorhandenen Kapazitäten reichen nicht aus. Möglichkeiten für  Einsparungen sieht Hahnefeld eher im Bereich des Verbrauchs der Haushalte selber. Energiesparen durch umsichtigen Umgang mit der Energie, den Einsatz von energiesparenden Geräten und Lampen und in naher Zukunft durch intelligente Netze in den Haushalten sind Punkte, die jeder Haushalt selber in der Hand hat. Alle Anwesenden waren sich einig, dieses wichtige Thema auch in Zukunft eng begleiten zu wollen.


 



aktualisiert von Frank Martin, 28.12.2011, 15:46 Uhr

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