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Stelinger müssen weiter auf Tempo 30 warten

Bislang gilt Tempo 30 nur auf einem kurzen Abschnitt vor der Grundschule - dieser Bereich soll auf 300 Meter ausgeweitet werden. Quelle: Linda Tonn (www.haz.de)
Bislang gilt Tempo 30 nur auf einem kurzen Abschnitt vor der Grundschule - dieser Bereich soll auf 300 Meter ausgeweitet werden. Quelle: Linda Tonn (www.haz.de)

Der Ortsrat Berenbostel hat die Beschlussvorlage abgelehnt, die Tempo-30-Zone auf der Engelbosteler Straße auszuweiten. Die Geschwindigkeitsbeschränkung vor der Grundschule soll auf 300 Metern gelten.

 

Berenbostel/Stelingen. Fast wären die Stelinger einer Ausweitung der Tempo-30-Zone vor der Grundschule ein wenig näher gekommen. Fast. Denn der Ortsrat Berenbostel hat am Dienstagabend den entsprechenden Vorlage abgelehnt. Sechs Mitglieder stimmten dagegen – hauptsächlich von der SPD. Dabei hatten die Sozialdemokraten mit einem Antrag vom Januar die Diskussion über eine Verkehrsberuhigung an der Engelbosteler Straße überhaupt erst angestoßen. „Wir sind unzufrieden mit der Verwaltungsvorlage“, sagte Volker Andermann (SPD). „Deshalb stimmen wir dagegen.“ Definitiv ist die Entscheidung des Ortsrats Berenbostel nicht. Auch der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung sowie der Rat werden über die Vorlage abstimmen.

 

Im Januar hatte die SPD-Ratsfraktion gefordert, in Stelingen auf der Engelbosteler Straße von der Einmündung Leinestraße bis zur Einmündung Lange Feldstraße eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Kilometern pro Stunde einzurichten. Bislang gilt nur im Bereich der Grundschule Tempo 30. Ansonsten können Autofahrer 50 und teilweise 70 Kilometer pro Stunde fahren. „Der Rhythmus der verschiedenen Geschwindigkeitsbegrenzungen ist kompletter Irrsinn“, sagte SPD-Ratsmitglied Jens Göttner. Die Sicherheit vor allem der Schulkinder sei gefährdet.

 

Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 Kilometer pro Stunde und Tempo-30-Zonen dürften nur in reinen Anlieger- und Erschließungsstraßen zur Anwendung kommen, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung, die zur Abstimmung stand. Die Engelbosteler Straße ist Regionsstraße und „als Hauptverkehrs- und Vorfahrtsstraße eingestuft“. Nur wenn eine besondere Gefahr bestehe, könnte man den Verkehr beschränken. Demzufolge wurde im Bereich der Grundschule eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Die Verwaltung will nun Anfang September gemeinsam mit Polizei und Schulleitung prüfen, ob die Beschränkung auf bis zu 300 Meter ausgeweitet werden kann. „Das heißt 150 Meter vor und 150 Meter hinter der Einmündung der Stöckener Straße“, erklärt Dirk Perschel von der Stadt.

 

„Das ist nur ein Kompromissvorschlag“, argumentierte Göttner und forderte, über den Beschlussvorschlag der SPD abzustimmen. Das Ziel der Verwaltung sei es gewesen, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten den Ansprüchen der Anwohner zu entsprechen, sagte Bürgermeister Christian Grahl. Das heißt: Die Tempo-30-Zone zumindest für den besonders gefährlichen Bereich an der Grundschule auszuweiten, weil eine Beschränkung auf der kompletten Engelbosteler Straße nicht möglich ist. „Was über 300 Meter hinaus geht, ist rechtlich anspruchsvoll bis unmöglich“, so Grahl. Im Anschluss könne man immer noch über weitere Lösungen nachdenken. Die Ausweitung der Tempo-30-Zone sei eine zügige Verbesserung, sagte Björn Giesler von der CDU. „Der Rest folgt dann Schritt für Schritt.“

 

Quelle: Linda Tonn (www.haz.de)