· 

Stelinger Schützen erhalten Mutter-Courage-Preis

Treffen sich bei der Verleihung des Mutter-Courage-Preises der Mittelstandsvereinigung Garbsen: Hartmut Büttner (von links), C. Grahl, D. Marquardt, T. Oppermann, H. Pannwitz, E. Westmann, M. Oppermann, J. Klöckner, K. Peter, K. Stafetzky, R. Schumüller
Treffen sich bei der Verleihung des Mutter-Courage-Preises der Mittelstandsvereinigung Garbsen: Hartmut Büttner (von links), C. Grahl, D. Marquardt, T. Oppermann, H. Pannwitz, E. Westmann, M. Oppermann, J. Klöckner, K. Peter, K. Stafetzky, R. Schumüller

Die CDU-Mittelstandsvereinigung Garbsen hat das „Umbauteam“ des Schützenvereins Stelingen am Dienstag mit dem Mutter-Courage-Preis geehrt. 100 Ehrenamtliche hatten ihre Schützenstätte, den Sporthof, modernisiert – in mehr als sechs Wochen und rund 3.500 Arbeitsstunden.

 

Osterwald.  Die CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) Garbsen hat das „Umbauteam“ des Schützenvereins Stelingen am Dienstagabend mit ihrem 35. Mutter-Courage-Preis ausgezeichnet. Rund 100 Vereinsmitglieder hatten im vergangenen Sommer ihre Schützenstätte, den Stelinger Sporthof, modernisiert – in mehr als sechs Wochen und rund 3.500 Arbeitsstunden. Vor mehr als 150 Gästen im Hotel Restaurant Körber würdigte der Vorsitzender der MIT Klaus Peter das Engagement der Freiwilligen als echten Bürgersinn für den Verein und für das Allgemeinwohl. Für den Umbau mit Kosten im nahezu sechsstelligen Bereich seien keine öffentlichen Gelder verwendet worden. Der Preis, der jährlich ausgelobt wird, ist ein Dank der MIT an Bürger und Vereinigungen, die sich ehrenamtlich engagieren. Ehrengast der Preisverleihung war in diesem Jahr Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

 

Der Umbau des Sporthofs, 1982 an der Stöckener Straße gebaut, war aufwendig: Die Freiwilligen modernisierten nicht nur die etwas in die Jahre gekommenen Toiletten aus den Achtzigerjahren, sondern frischten auch den Saal ordentlich auf. Die größte Veränderung sind zwei breite Falttüren, die nun auf die neue, rund 90 Quadratmeter große Außenterrasse führen. Von Ende Juni bis Anfang August hatten die Ehrenamtlichen gemeinsam mit den neuen Pächtern Sarah und Heiko Wagner in einem engen Zeitplan gewerkelt – nur donnerstags und sonntags war frei. „Sie haben nicht mit den Schultern gezuckt, sondern mit angepackt – und das nicht nur in einem heißen Sommer, sondern komplett ohne finanzielle Unterstützung“, sagte Klaus Peter bei seiner Laudatio.

 

Auch Schützenverein profitiert vom Umbau

 

Auch der Schützenverein profitiere von der Arbeit, sagte Stelingens Schützenchef Detlef Marquardt. Im Zuge des Umbau hat der Verein einen vollelektronischen Luftgewehrstand eingerichtet und auch den Kleinkaliberstand saniert. In Zeiten von immer weniger ehrenamtlich Engagierten sei das Projekt eine tolle Gemeinschaftsleitung für den ganzen Ort Stelingen. Marquardt nahm den Preis der MIT, ein Niedersachsen-Ross in Bronzelegierung, sichtlich gerührt aus den Händen von Peter entgegen. Ein Bild, das die Namen aller Umbauhelfer trägt, soll künftig den Sporthof zieren. „Das machen wir sonst nicht“, sagte Peter. Aber bei so vielen Personen sei das eine wichtige Geste. Die MIT um Peter und seine Vorstandskollegen Magnus Strahl und Deodat von Eickstedt hatten die Preisträger bis zuletzt geheim gehalten. Der Schützenverein Stelingen fügt sich ein in die Reihe von Preisträgern wie Bodo Schmidt, Leiter der Big Band Berenbostel, den ehemaligen Ratsherrn Erich Pohl, den Chef der Firma Laseroptik Wolfgang Ebert und den Freundeskreis Garbsen.

 

Klöckner wirbt für Wertschätzung von Lebensmitteln

 

Beim Grünkohlessen der CDU-nahen Vereinigung und vor der Preisverleihung stellte Bundesministerin Julia Klöckner die Wertschätzung von Lebensmitteln in den Mittelpunkt. Jährlich werfe jeder Bundesbürger 55 Kilogramm Lebensmittel auf den Müll. „Das ist unanständig mit Blick auf weltweit mehr als 820 Millionen hungernde Menschen“, sagte sie. Lebensmittel seien wichtige Ressourcen. Klöckner warb auch für ihre nationale Reduktionsstrategie zur Förderung einer gesunden Lebensweise. „Wir müssen bereits in Kitas und Schulen das Wissen und den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln vermitteln.“

 

Von Jutta Grätz (www.haz.de)