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Poller am Rathausplatz rechtswidrig – wer haftet für den Schaden?

 

Grobes Fehlverhalten im Rathaus: In der Beschlussvorlage 051/2026 vom 6. März 2026 räumt die

Verwaltung ein, den Stadtrat beim Bau der Poller und Betonschutzwände am Rathausplatz

übergangen zu haben. Eine Investition im Umfang von knapp einer halben Million Euro wurde ohne

erforderlichen Ratsbeschluss und damit rechtswidrig umgesetzt.

Im Mittelpunkt steht nun die Frage: Muss Bürgermeister Claudio Provenzano (SPD) persönlich für

den entstandenen Schaden der Stadt haften?

 

Rechtsbruch im Rathaus – Verantwortung beim Bürgermeister?

Das Ausmaß des Vorgangs geht über einen bloßen Verfahrensfehler hinaus und offenbart die

fehlende fachliche Kompetenz des Bürgermeisters.

Die umstrittenen Poller und Betonschutzwände wurden im November 2025 ohne vorherigen

Ratsbeschluss gebaut. Der Stadtrat wurde weder über Art, Umfang, noch über die Kosten der

geplanten Maßnahme informiert – obwohl die Pläne hierzu bereits im März 2025 vorlagen und die

Entscheidung für den Bau im April 2025 getroffen wurde. Erst nach Druck der CDU und Einschaltung

der Kommunalaufsicht räumte die Verwaltung diesen erheblichen Rechtsverstoß ein. Nun fordert

die Verwaltung den Stadtrat auf, in aller Eile die rechtswidrige Baumaßnahme nachträglich zu

legitimieren.

Hinzu tritt, dass Haushaltsmittel zweckfremd verwendet und zentrale Kontrollmechanismen

übergangen wurden. CDU-Sprecher Christof Wenzel stellt klar: „Wenn ein Bürgermeister so

schwerwiegend gegen demokratische Grundprinzipien verstößt und Steuergelder ausgibt, die er

nicht hätte ausgeben dürfen, muss geprüft werden, ob er für den entstandenen Schaden der Stadt

persönlich in die Verantwortung genommen werden kann. Niemand steht über dem Gesetz.

Bewusste Täuschung der Öffentlichkeit nicht ausgeschlossen

Erschwerend kommt hinzu, dass Bürgermeister Provenzano im November 2025 in

Presseäußerungen nur Baukosten von 225.000 Euro genannt hat – obwohl der Verwaltung da bereits

Kosten von mindestens 363.000 Euro bekannt waren. Die Differenz von 140.000 Euro wurde erst

auf Nachfragen der CDU-Fraktion öffentlich bekannt. Inzwischen belaufen sich die tatsächlichen

Kosten auf fast eine halbe Million Euro – Kosten der jährlichen Wartung noch nicht mitgerechnet.

Die CDU fordert vollständige Aufklärung

• Welche weiteren Maßnahmen wurden von Bürgermeister Provenzano ohne erforderliche

Ratsbeteiligung eigenmächtig umgesetzt?

• Werden gegen Bürgermeister Provenzano aufgrund der eigenmächtigen Poller-Aktion

dienstrechtliche Verfahren eingeleitet?

• Erfolgt eine Rückforderung gegen Bürgermeister Provenzano für den entstandenen kommunalen

Schaden?

 

Für die CDU Garbsen steht fest: Es darf kein ‚Weiter so ‘geben. Wer den Stadtrat und die

Öffentlichkeit hintergeht, muss die Verantwortung in vollem Umfang übernehmen. Die Bürgerinnen

und Bürger haben ein Anrecht auf Ehrlichkeit.

 

Der Ball liegt nun im Spielfeld der Kommunalaufsicht und des Rates, der in seiner nächsten Sitzung

die Ausgabe legitimieren soll.