Soziales Garbsen


1.      Familien, Kinder und Jugendliche, Bildung

Starke Familien sind die Basis unserer Gesellschaft. In der Familie übernehmen Menschen füreinander Verantwortung. Dabei sind Familien so vielfältig wie das Leben selbst. Jede Familie verdient Respekt und Unterstützung. Als CDU Garbsen stehen wir an der Seite aller Familien und begleiten sie auf ihren Wegen. Mit modernen Kitas und Schulen, verlässlicher und hochwertiger Kinderbetreuung sowie gezielten Förderangeboten stärken wir Familien, geben ihnen Sicherheit und eröffnen Eltern echte Chancen, Familie und Beruf erfolgreich zu verbinden. In Garbsen leben rund 18 % der Kinder und 18 % der Jugendlichen in Armut.[1] Wir handeln, um diesen Misstand zu beenden, damit alle Kinder und Jugendliche die Chance auf ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben haben und später nicht auf Sozialleistungen angewiesen sind.

Die CDU steht für eine gelingende Integration auf Grundlage von gegenseitigem Respekt, Eigenverantwortung und dem Bekenntnis zu unseren gemeinsamen Werten. Wer dauerhaft in unserer Kommune lebt, soll die Möglichkeit erhalten, sich durch Sprache, Bildung, Arbeit und gesellschaftliches Engagement aktiv einzubringen. Integration gelingt dort am besten, wo Zusammenhalt gefördert, Regeln geachtet und Teilhabe ermöglicht werden. 

Unsere Ziele:

•            Schnellerer Ausbau qualitativ hochwertiger Kita- und Krippenplätze in der Nähe.

•            Garbsen für Erzieherinnen und Erzieher attraktiv machen – z. B. Unterstützung der Träger bei der der Finanzierung eines Jobtickets und einer Ausbildungsvergütung.

•            Ausweitung der Sprachförderung in Krippen und Kitas.

•            Konsequenter Abbau des Sanierungsstaus in den Garbsener Schulen.

•            Verbesserung der Schulwegsicherheit und Herstellung einer möglichst gefahrlosen Verkehrssituation im unmittelbaren Bereich der Schulen.

•            Verlässliche Betreuungszeiten in allen Kitas und Schulen - auch in der Urlaubs- und Erkältungszeit.

•            Mehr pädagogisches Fachpersonal in der Ganztagsbetreuung.

•            Einfachen und schnellen Zugang zu Beratungsangeboten für Eltern bei Erziehungs- und Bildungsfragen.

•            Förderung von Vereins-, Sport-, Kultur- und Jugendangeboten als Orte sozialer Integration.

 

 

[1]     BertelsmannStiftung, Sozialbericht Garbsen, S. 4 abrufbar unter: https://www.wegweiser-kommune.de/data-api/rest/report/export/sozialbericht+garbsen.pdf; zuletzt abgerufen am 12.02.2026.

2.      Leben im Alter

Knapp ein Viertel der Menschen in Garbsen ist über 65 Jahre alt – und dieser Anteil wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Für die CDU Garbsen ist klar: Eine generationengerechte Stadtentwicklung gehört zu den zentralen Aufgaben der Kommunalpolitik. Wir werden große Anstrengungen unternehmen, um für ältere Bürgerinnen und Bürger eine Lebensumwelt zu schaffen, die ihren Bedürfnissen gerecht wird und ihnen ein aktives, selbstständiges und würdevolles Leben bis ins hohe Alter ermöglicht. Einsamkeit im Alter darf keine Chance haben. Durch passende Wohnformen, generationengerechte Angebote und eine nachhaltige Infrastruktur fördern wir Integration, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung. Dabei haben wir sowohl die „jungen Alten“ im Blick, die sich aktiv und zivilgesellschaftlich engagieren möchten, als auch diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Ältere Menschen engagieren sich in vielfältiger Weise in und für unsere Stadt – in Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden oder als Mentorinnen und Mentoren für Jüngere. Von ihrem reichen Erfahrungsschatz profitiert unsere Stadtgemeinschaft nachhaltig. Dieses Engagement schätzen wir und werden es stärken.

Unsere Ziele:

•            Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für ehrenamtliches Engagement im Alter.

•            Förderung von Mentorenprogrammen zwischen Jung und Alt (z. B. Lesepaten, Ausbildungspaten, Digitalisierungshilfe) und Unterstützung von Vereinen, Kirchengemeinden und Initiativen, die generationenübergreifende Projekte anbieten.

•            Ausbau einer wohnortnahen kommunalen Senioren- und Pflegeberatung – auch aufsuchend. 

•            Einrichtung eines regelmäßigen Angebotes an Informationsveranstaltungen zu Pflege, Vorsorge, Wohnen und Unterstützungsleistungen.

•            Stärkung von Nachbarschaftsprojekten zur gegenseitigen Unterstützung.

•            Aufbau kostenfreier Schulungsangebote zur digitalen Kompetenz schaffen und barrierearme und verständliche Gestaltung digitaler Bürgerdienste.

•            Enge Vernetzung von Stadt, Wohlfahrtsverbänden, Pflegediensten und Ärzteschaft.

•            Sicherheit im Alter stärken, z.B. durch den Aufbau von regelmäßigen Präventionsangeboten in Zusammenarbeit mit Polizei (z. B. Schutz vor Betrugsmaschen).

•            Barrierefreie Gestaltung von Haltestellen, Gehwegen und öffentlichen Gebäuden konsequent vorantreiben.

•            Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum ausbauen – insbesondere in Einkaufsbereichen und auf stark frequentierten Wegen.

3.      Kultur

Kultur ist viel mehr als nur Unterhaltung: Sie verbindet Menschen, stiftet Identität und stärkt das gesellschaftliche Miteinander vor Ort. Kultur schafft Räume für Begegnung, fördert Teilhabe und trägt zur Bildung bei. Kultur macht Garbsen zu einer Stadt, in der man gerne lebt. 

Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Garbsen wollen wir Kultur daher sichtbar und erlebbar machen. Wir setzen uns dafür ein, dass Kultur in allen Facetten gefördert wird – von der freien Szene über die Amateurkultur bis hin zu professionellen Künstlerinnen und Künstlern. Dabei ist uns wichtig, dass Kulturangebote für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich sind – unabhängig vom Geldbeutel – und das Ehrenamt in der Kultur eine starke Unterstützung erfährt.

Unsere Ziel:

•    Kulturveranstaltungen und -orte sollen barrierefrei und für Menschen jeden Alters zugänglich sein.

•    Ehrenamtliche in der Kultur verdienen Anerkennung und Unterstützung, bürokratische Hürden wollen wir abbauen.

•    Die Zusammenarbeit von Kultur, Bildung und Tourismus soll intensiviert werden, um Kultur als wichtigen Standortfaktor zu stärken.

•    Wir setzen uns für eine transparente und verlässliche Kulturförderung ein, die insbesondere auch kleinere Einrichtungen und Projekte in Garbsen berücksichtigt.

•    Digitale Angebote und moderne Strukturen in der Kulturförderung wollen wir ausbauen, um den Zugang zu erleichtern und die Sichtbarkeit der Kultur zu erhöhen.

•    Wir fördern kulturelle Bildung in Kindertagesstätten und Schulen als Grundlage für ein lebendiges kulturelles Leben.

•    Die Förderung von Nachwuchs und Talenten in der Kultur ist uns ein besonderes Anliegen, damit Garbsen auch in Zukunft kulturell lebendig bleibt.

4.      Inklusion und Barrierefreiheit

Eine moderne Stadt misst sich daran, ob alle Menschen selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben können – unabhängig von Alter, Behinderung oder individuellen Einschränkungen. Garbsen soll eine Stadt sein, in der niemand ausgeschlossen wird – sondern in der Vielfalt als Stärke verstanden wird. Für die CDU Garbsen ist Inklusion ein grundlegender Anspruch an unsere Stadtentwicklung und unser gesellschaftliches Miteinander. Wir wollen ein Garbsen, in dem Barrieren Schritt für Schritt abgebaut werden – im öffentlichen Raum, in Gebäuden, im digitalen Angebot der Verwaltung und im Alltag. Mobilität, Bildung, Arbeit, Kultur und Freizeit müssen für alle erreichbar und zugänglich sein. Barrierefreiheit bedeutet dabei mehr als nur bauliche Maßnahmen: Sie steht für Respekt, Chancengleichheit und echte Teilhabe. Unser Ziel ist eine Stadt, in der Menschen mit und ohne Behinderungen selbstverständlich zusammenleben, lernen, arbeiten und sich engagieren. Dazu gehört, Betroffene frühzeitig einzubeziehen, ihre Expertise ernst zu nehmen und Inklusion als Querschnittsaufgabe in allen kommunalen Entscheidungen mitzudenken.

Unsere Ziele:

•            Aufbau eines Inklusionsbeirates mit klarer Beteiligung an kommunalen Entscheidungsprozessen und regelmäßige Berichterstattung zur Umsetzung von Inklusionszielen.

•            Barrierefreie Ausstattung von Kitas und Schulen und gute personelle Ausstattung zur Unterstützung inklusiver Beschulung.

•            Bereitstellung aller Verwaltungsleistungen – insbesondere Antragsformulare und behördlicher Schreiben, Websites und Online-Dienste – in verständlicher, leicht zugänglicher Sprache.

•            Konsequente barrierefreie Planung bei Neubauten und Sanierungen öffentlicher Gebäude (z.B. Rathaus, Schulen, Sporthallen, Kulturstätten).

•            Barrierefreie Gestaltung von Haltestellen, Gehwegen, Querungen und öffentlichen Plätzen. Absenkung von Bordsteinen und Verbesserung von Beleuchtung zur Erhöhung von Sicherheit und Orientierung.

•            Barrierefreiheit als verbindliches Kriterium in Bebauungsplänen und städtebaulichen Verträgen.

•            Sensibilisierung lokaler Unternehmen für inklusive Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

•            Förderung von barrierefreien Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten.

5.      Ehrenamt

Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Stadtgesellschaft in Garbsen. Ob in Vereinen, Kirchen, sozialen Initiativen, im Sport, in der Kultur, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in der Nachbarschaftshilfe – überall engagieren sich Bürgerinnen und Bürger mit Zeit, Herz und Verantwortung für das Gemeinwohl. Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre unser Miteinander ärmer, weniger lebendig und weniger solidarisch. Sie stärken den Zusammenhalt zwischen den Generationen, schaffen Orte der Begegnung und übernehmen Verantwortung dort, wo staatliches Handeln allein nicht ausreicht. Ehrenamt ist gelebte Solidarität vor Ort.

Die CDU Garbsen setzt sich dafür ein, dass Ehrenamtliche bestmöglich unterstützt werden. Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, die das Ehrenamt erleichtern und wertschätzen, indem wir bürokratische Hürden abbauen, Vereine und Initiativen verlässlich begleiten und die Anerkennungskultur weiter stärken. Denn wer sich für andere einsetzt, verdient Respekt, Anerkennung und gute Voraussetzungen.

Unsere Ziele:

•            Kommunale Räumlichkeiten und Infrastruktur schaffen, die von Ehrenamtlichen für ihre Projekte genutzt werden können.

•            Ehrenamtliches Engagement durch unbürokratische Unterstützung und vereinfachte und barrierefreie Genehmigungsverfahren stärken.

•            Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche ausbauen.

•            Anerkennungskultur fördern, zum Beispiel durch öffentliche Ehrungen und finanzielle Zuschüsse.

•            Freiwilliges Engagement in Schulen und Vereinen gezielt fördern und sichtbar machen.

•            Digitalisierung nutzen, um die Vernetzung und Organisation von Ehrenamtlichen zu verbessern.

•            Angebote für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Gesundheitsförderung und Stressbewältigung schaffen.

•            Kooperationen zwischen Vereinen, Verbänden und Kommune unterstütze und intensivieren.

•            Ehrenamtliche sollen in kommunalen Entscheidungsprozessen stärker eingebunden werden.