Ein Zuhause, das bezahlbar und sicher ist, lässt Menschen in Garbsen Wurzeln schlagen. Die Attraktivität Garbsens als Wohnstandort ist ein entscheidender Faktor für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Wer Fachkräfte gewinnen will, muss nicht nur Arbeitsplätze bieten, sondern auch ein Umfeld, in dem Menschen gerne leben. Garbsen soll für alle Generationen und in allen Lebenslagen ein attraktiver und lebenswerter Wohnort sein.
Doch der Wohnungsmarkt ist angespannt. Die Nachfrage nach Wohnungen wächst immer weiter – nicht zuletzt aufgrund steigender Haushaltszahlen und einen hohen Anteil von Einpersonenhaushalten von rund 41 Prozent. Gleichzeitig stehen mehr als 1.000 Wohnungen in Garbsen leer, etwa die Hälfte davon seit mehr als einem Jahr.
Die Schaffung bedarfsgerechter Wohnungen ist daher eine Schlüsselaufgabe der kommenden Jahre. Es gibt nicht die eine Lösung für die Schaffung attraktiven Wohnraums, sondern es bedarf eines Bündels aufeinander abgestimmter Maßnahmen. Dabei geht es nicht nur um eine quantitative Ausweitung des Wohnungsangebots. Moderne Stadtentwicklung bedeutet für uns auch mehr als Wohnungsbau. Wir denken Wohnquartiere im Rahmen eines Gesamtkonzeptes: mit gesicherter Nahversorgung, gut erreichbaren Kitas, guter sozialer Infrastruktur, kurzen Wegen und einer hohen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Attraktive Grünflächen, sichere Wege und eine lebendige Stadtteilkultur gehören ebenso dazu wie digitale Smart-City-Angebote, die das Leben einfacher und effizienter machen.
Unsere Stadtplanung richten wir konsequent auf die Innenentwicklung der Ortsteile aus. Neue Bauvorhaben sollen vorrangig auf bereits erschlossenen Flächen im Siedlungsbestand entstehen. Potenziale zur Verdichtung, Wiedernutzung, Umnutzung und Aufstockung werden wir gezielt nutzen. Die Bürgerinnen und Bürger werden wir frühzeitig in diese Planungen einbinden. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, verfügbares Bauland bereitzustellen und Planungsverfahren zu beschleunigen, um so Investitionen zu ermöglichen.
• Einrichtung eines kostenfreien Beratungsangebotes für Eigentümer zu Wohnungsbau-Investitionen, Sanierungsmaßnahmen und
Förderungen sowie Unterstützung von Umbaumaßnahmen im Bestand (z. B. Aufzüge, schwellenfreie Zugänge).
• Leerstand abbauen, z.B. durch Aufbau eines Leerstandskatasters, Aktivierung & Beratung von Eigentümern, den Einsatz
der Städtebauforderung von Bund und Land für Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen, Erleichterung des Umbaus von großen Wohneinheiten in mehrere kleinere Wohneinheiten zum Abbau „versteckten
Leerstandes“, oder den Erlass einer Zweckentfremdungssatzung.
• Anpassung von Bebauungsplänen zur Ermöglichung neuer Nutzungen und Innenverdichtung. durch eine nachhaltige Bauleitplanung
zu gewährleisten, dass sich in allen Wohngebieten Wohnraum für Haushalte mit unterschiedlichen Einkommensverhältnissen findet.
• Modernisierung unsere Bebauungspläne und Ermöglichung neuer, flexibler Nutzungen sowie eine kluge Innenverdichtung. Die
Bebauungspläne werden inhaltliche auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt, um Bauherren weitgehende Flexibilität und Kostenersparnis zu ermöglichen.
• Durch die verstärkte Ermöglichung von Einliegerwohnungen sollen Synergieeffekte genutzt werden können.
• Beim Neubau von Wohngebieten attraktive öffentliche Räume schaffen sowie für Angebote der Nahversorgung und Bildung sowie
eine gute Verkehrsanbindung sorgen.
• Planungssicherheit für Bauherren erhöhen: Baugenehmigungsverfahren schneller zum Abschluss bringen und damit verbundene
Auflagen auf ein Mindestmaß beschränken.
• Bei Neu- und Sanierungsprojekten Maßnahmen zur Barrierefreiheit fördern.