Wirtschaft und Arbeiten


Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für eine funktionierende Stadt: Sie schafft Arbeitsplätze für Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen, sichert Einkommen und bildet die Basis für stabile kommunale Finanzen. Für uns als CDU ist klar: Wirtschaftspolitik ist immer auch Sozialpolitik. Denn nur wenn Menschen Arbeit finden – unabhängig von Bildungsstand oder Herkunft – entsteht echte Teilhabe und langfristige Stabilität.

 

Aktuell sind rund 8,6 % der Erwerbspersonen arbeitslos[1]. Das zeigt deutlich: Es reicht nicht, auf positive Entwicklungen zu hoffen. Wir müssen aktiv daran arbeiten, Arbeitsplätze zu schaffen und Perspektiven zu eröffnen.

 

Gleichzeitig verändert sich die Arbeitswelt grundlegend. Durch die Digitalisierung sind viele Tätigkeiten heute nicht mehr an einen festen Ort gebunden. Dieses sogenannte „footloose“-Potenzial eröffnet neue Chancen: Menschen können dort arbeiten, wo sie leben möchten – und Unternehmen können Standorte flexibler wählen. Für Garbsen bedeutet das: Wir müssen sowohl attraktive Arbeitsplätze vor Ort schaffen, als auch ein Umfeld bieten, das für neue Arbeitsformen und moderne Unternehmen interessant ist. Unser Ziel ist deshalb eine ausgewogene und zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur: mit starken mittelständischen Betrieben, industriellen Arbeitsplätzen und neuen, technologieorientierten Unternehmen. Garbsen soll nicht nur ein Standort sein, an dem sich Unternehmen einmieten – sondern eine bewusste Entscheidung für Investitionen, Wachstum und Entwicklung. Dafür braucht es mehr als einzelne Maßnahmen. Es braucht eine klare Strategie: Flächen, die verfügbar sind. Verfahren, die funktionieren, und eine Wirtschaftsförderung, die aktiv auf Unternehmen zugeht.

Unsere Ziele:

•    Gezielte Entwicklung neuer Gewerbeflächen, auch durch strategischen Flächenankauf der Stadt.

•    Vereinbarung von Wohnen, Arbeiten und Leben unter Ausnutzung der baurechtlichen Möglichkeiten. 

•    Ansiedlung von Unternehmen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen – von arbeitsintensiven Betrieben bis hin zu technologieorientierten Branchen.

•    Aktive Ansprache von Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Industrie und technologieorientierte Wirtschaft.

•    Die vorhandenen industriellen und wissenschaftlichen Strukturen in der Region gezielt nutzen, um neue Unternehmen für Garbsen zu gewinnen

•    Einführung von Gründeranreizen, z. B. zeitlich begrenzte Entlastung bei der Gewerbesteuer in der Startphase

•    Verlässliche und faire Rahmenbedingungen bei Erschließungsbeiträgen auf kostendeckender Basis

•    Stärkere Ausrichtung der Wirtschaftsförderung auf aktive Unternehmensansprache statt reiner Verwaltung

•    Nutzung von „footloose“-Potenzialen durch attraktive, flexible Standorte – auch für Unternehmen mit hohem Anteil an mobilem Arbeiten.

•    Verbindung von wirtschaftlicher Entwicklung mit ökologischer Flächenstrategie (z. B. Ausgleichsflächen, Grünräume, Retentionsflächen)

[1]     BertelsmannStiftung, Sozialbericht Garbsen, S. 3 abrufbar unter: https://www.wegweiser-kommune.de/data-api/rest/report/export/sozialbericht+garbsen.pdf; zuletzt abgerufen am 12.02.2026.